Papst spricht über Drogenmafia und verkennt das Problem

Er sagte, wer für Drogen ist, der ist auch für die Mafia. Das stimmt unter den heutigen Gesetzesbestimmungen. Leider spricht er nicht darüber, dass erst die Illegalität von Drogen die Mafia und deren Gewinne ermöglicht, man also Drogen irgendwie legalisieren müsste (beispielsweise apothekenpflichtig machen), um die Mafia auszuräuchern. Das wäre der beste Jugendschutz!

Er will die Ursache beseitigen, indem er nur ein Symptom entfernt. Sehr unlogisch:

Um das Drogenproblem zu lösen, muss man vor allen Dingen die Organisierte Kriminalität „beseitigen“. Das sagte der Papst an diesem Donnerstagvormittag bei einer Audienz für die Teilnehmer einer Anti-Drogen-Konferenz, die von der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften im Vatikan organisiert wurde und von der schwedischen Königin Silvia am Mittwoch eröffnet wurde.

Auf Drogen mit 140 Km/h durch die Gegend

Sehr schlechte Idee, auf Drogen Auto zu fahren. Noch schlechtere Idee: Dann wie ein Irrer in der Gegen herumzudüsen. Absolut irre: Das vor den Augen der Polizei zu tun:

http://www.abendblatt.de/hamburg/polizeimeldungen/article208782935/Tempo-140-Raser-ueberholt-auf-Drogen-zivilen-Polizeiwagen.html

Vollgepumpt mit Ecstasy, Kokain und Amphetaminen mit Tempo 140 eine zivile Polizeistreife überholen? Keine gute Idee. Nicht zufällig ist ein 25-jähriger Honda-Fahrer am Mittwoch von einer zivilen Polizeistreife nahe der Autobahnausfahrt Bahrenfeld gestoppt worden. Wie die Polizei mitteilt, sei der Mann mit seiner „enthemmten Fahrweise“ ins Visier der Beamten der Verkehrsstaffel West geraten, die gerade auf der A7 Richtung Süden unterwegs waren.

Medienaufsicht: Jenkes Drogen-Experiment nicht jugendgefährdend

Wie im letzten Artikel zum neuen Hirndoping Trend Modafinil bereits angemerkt, gab es letzte Woche einen gigantischen Aufschrei in den Medien: ein RTL-Reporter mit Namen Jenke testete vor der Kamera diverse „harte“ Drogen wie LSD, Speed etc.

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Der komplette Beitrag kann hier bei Clipfish (wohl in einzelnen Episoden unterteilt)  eingesehen werden: http://www.clipfish.de/special/das-jenke-experiment/home/

Empörte Eltern und anderweitig Befindliche riefen einen Skandal aus und meldeten den selbstverständlich nur nach Quoten heischenden TV-Beitrag der Medienaufsicht.

Nun aber stellt die Medienaufsicht fest:

 Nach dem Drogen-Selbstversuch von RTL-Reporter Jenke von Wilmsdorff hat die deutsche Medienaufsicht keine Jugendgefährdung festgestellt. Der Konsum von Drogen sei weder verharmlost noch verherrlicht worden, sagte eine Sprecherin der Niedersächsischen Landesmedienanstalt. Einen Verstoß gegen den Jugendmedienschutz habe es nicht gegeben. Der 50-jährige RTL-Reporter hatte in einer Reportage Drogen genommen, um ihre Wirkung zu testen – unter anderem Ecstasy, Ritalin, K.-o.-Tropfen und Speed, außerdem in Portugal LSD.

 

 

 

Modafinil – neuer Trend des Hirndopings

Ein neuer Trend unserer Gegenwart besteht darin, sich mittels pharmazeutischer Arznei wie Modafinil oder Ritalin statt illegalen Drogen ein gewisses Mehr an Leistungsspektrum zu schaffen – „Gehirndoping“ genannt.
Um in der Leistungsgesellschaft mitzuhalten, griffen bisher viele zu Medikamenten oder Drogen. Doch jetzt nutzen gesunde Menschen zunehmend Neuro-Techniken – die eigentlich für Kranke gedacht sind.
Dieser eigentlich bedenkliche Trend stößt jedoch auch bei Wissenschaftler auf positives Gehör – manche von ihnen rufen sogar zum offensiven Gebrauch (Missbrauch?) von Medikamenten wie Modafinil oder Ritalin ein. So finde es  der amerikanische Neurowissenschaftler Bobby Azarian
unproblematisch, mit Medikamenten nachzuhelfen, damit die Leistung stimmt. Zumindest, wenn Erwachsene es tun. Er plädiert offen für die Freigabe von Aufputschmitteln wie Modafinil, die angeblich keine Nebenwirkungen haben. Er nimmt sie ja selbst. Er sagt, er habe sich mit einem Amphetamin schon öfter durch stressige Situationen gepeitscht.
„Die Realität ist doch: Jeder kämpft gegen jeden“, sagt er. Und sobald jemand seinem Arzt erfolgreich vorgaukele, er habe ADHS, bekomme er ein Medikament – und damit einen unfairen Vorteil. Es sei deshalb an der Zeit, Chancengleichheit herzustellen.

 

Eine ziemliche amerikanische Sichtweise: Anstatt die Wurzel allen Übels auszumerzen (der profit- statt menschenorientierte Kapitalismus), versucht man die Pflanze bestmöglich mit der Heckenschere in Form zu bringen. Aber dort wird ja der unsere Umwelt und Gesellschaft zerstörende Kapitalismus als beste Errungenschaft der Menschheit gefeiert – schließlich seien ja in dieser Logik Obdachlose selbst schuld, wenn sie auf der Straße leben statt hart arbeitend Millionär geworden zu sein. Weiterlesen

Was Drogen in Deutschland kosten – Drogenpreise 2013

Folgend eine interessante Recherche der Berliner Zeitung, die auflistet, was Drogen in Deutschland (jedoch aus dem Jahre 2013) kosten. Auffällig ist der hohe Preisanstieg bei Crack:

Nach den neusten Zahlen aus dem Jahre 2013 kostet ein Gramm Heroin etwa 49 Euro. 2012 waren es erst 43 Euro, was immerhin einem Anstieg von 14 Prozent entspricht.
Der Preis für ein Gramm Kokain stieg im Mittel von 65 auf 69 Euro. Crack klettert um satte 32 Prozent von 58 Euro auf 78 Euro.
Die Kosten für Ecstasy blieben dagegen weitgehend konstant bei sieben bis acht Euro je Gramm.
Das als weltweit gefährlichste Droge geltende Crystal Meth kostet um die 80 Euro, 2012 waren es 75 Euro je Gramm.

Auch der durchschnittliche Preis für Cannabis-Produkte stieg. Musste man für ein Gramm Haschisch 2013 etwa acht Euro zahlen, waren es 2012 noch 7,50 Euro. Marihuana verteuerte sich von neun auf 9,50 Euro.

Einen starken Preisrückgang um 18 Prozent gab es bei Amphetamin, das nunmehr rund zwölf Euro je Gramm kostet.
LSD ist für 10,50 Euro zu haben.
Die große Frage ist, inwiefern sich der Preis von Drogen mit einer Legalisierung oder Liberalisierung ändern würde – in Holland haben wir zwar keine richtige Legalisierung, aber doch sehr liberale Gesetze und auch dort kostet das Gramm Gras zwischen 8 und 15 Euro. Im großen industriellen Maßstab hergestellt würde sich der Preis von Drogen sicherlich erheblich reduzieren – während ihre Qualität und Reinheit auf Apothekenniveau ansteigt!
PS: der Preis von Magic Mushrooms fehlt in der Tabelle der Berliner Zeitung allerdings. Er liegt laut verlinkter Quelle  bei ca 10 bis 15 Euro für das trockene Gramm Zauberpilz (Wirkstoff Psilocybin).

Ein ganzer Bunker voller Geld & Drogen

In Coburg steht ein Beschuldigter vor Gericht, der in großem Stil Drogen verkauft haben soll: In mindestens 18 Fällen handelte er nach Polizeiangaben mit Crystal Meth in Paketen zu 500 oder 1000 Gramm – also knapp 10 Kilogramm, ein Marktwert von fast 100.000 Euro!

In den Medien steht weiter geschrieben:

Den Ermittlern war damit klar, dass es sich auch bei dem „Russen aus Weiden“ um den 37-Jährigen handeln müsse. Bei einem Scheingeschäft ließen sie den Drogenhändler auffliegen. Dass der mit größeren Mengen Rauschgift unterwegs gewesen war, habe sich schnell herausgestellt. „Da ging es unter anderem um 300 Gramm Heroin, nicht gerade wenig“, so ein Polizist.

Nach Zeugenaussagen war der Angeklagte der Großhändler für regionale Drogenkonsumenten. Seine Abnehmer verkauften mitunter das Rauschgift weiter. Alle zwei Wochen habe der 37-Jährige für seinen Hauptabnehmer Drogen im „Bunker“ nahe einer Spielhalle in Lichtenfels hinterlegt. Der Abnehmer wiederum versteckte dort das Geld für die illegale Ware. „Es ging um richtig großes Geld“, sagt ein Polizeibeamter. Ein Zeuge sei in Lichtenfels beim Geldzählen dabei gewesen. Mehrere 10 000 Euro seien da auf dem Tisch gelegen. Mitunter habe „Medved“ auch Geschäfte in Küps gemacht.

Interessant, dass die Polizei ihn mittels „Scheingeschäft“ erwischt hat, also einem vorgetäuschten Drogenkauf. Hierzu gibt es immer wieder Kritik von höchsten Gerichten, ob man die Angeklagten nicht zu solch einer Handlung nötigt, wenn man ihnen hohe Summen für Substanz x anbietet…

 

Eltern sind „auf Drogen“: 11-jähriges Mädchen holt Polizei

Geschichten gibt’s: Ein präpubertäres Mädchen hat die Polizei angerufen, weil ihre Eltern offenbar kaum zurechnungsfähig „auf Drogen waren“ – später stellte sich heraus, dass es sich vermutlich um Räuchermischungen handelte:

Weil seine Eltern Drogen nahmen, hat ein elfjähriges Mädchen in Pirmasens die Polizei eingeschaltet. Das Kind informierte die Beamten, die sich daraufhin einen Durchsuchungsbefehl für die elterliche Wohnung besorgten. Auf dem Tisch im Wohnzimmer entdeckten sie nach Polizeiangaben vom Montag sogenannte Kräutermischungen.

„Der 32-jährige Vater und die 34-jährige Mutter hatten verwaschene Aussprachen und machten einen völlig orientierungslosen Eindruck“, berichteten die Beamten.

Mehr bei „Welt“

Holländischer Stromanbieter will Cannabis-Plantagen aufspüren

Grower, also Leuten, die Cannabis selbst anbauen, ist es seit jeher ein großer Schrecken und wird meist ohne als Urbanlegend gehandelt: Die Fähigkeit von Stromanbietern, gezielt Cannabis-Plantagen aufzuspüren. Immerhin verbrauchen diese enorm viel Strom und oft wird dieser auch bei Großplantagen geklaut.

Die Presse (heise) dazu:

Dem niederländischen Stromversorger Stedin in Rotterdam sind illegale Cannabis-Plantagen ein Dorn im Auge. Nicht nur, dass mit dem Anbau als solchem gegen Gesetz verstoßen werde, darüber hinaus gehe er oft mit Stromklau einher, da die Pflanzen viel Wärme und Licht benötigen. Das Unternehmen will nun nach eigenen Angaben Software einsetzen, mit der solche Plantagen aus der Ferne ausgemacht werden sollen. Genaueres zur Technik verrät das Unternehmen nicht.

Oha – hoffen wir, dass Hanf endlich legalisiert wird, bevor solche Beispiele groß Schule machen!